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Rückblick auf die Stadt

1989 / 1990
Gößnitzer Einwohner demonstrieren nicht nur in ihrer Heimatstadt, sondern auch zu den Montagsdemonstrationen in Leipzig. Nach 40 Jahren endet mit der Wiedervereinigung die Existenz zweier deutscher Staaten.

Besonders im kulturellen Bereich hat sich in Gößnitz seit der Wende viel getan. Nach mehrjähriger Bauzeit konnte der Winkelhof in der Kauritzer Straße 8 aufwendig und liebevoll restauriert werden. Dieses denkmalgeschützte Gebäude konnte Ende 1999 als Heimatstube seiner Bestimmung übergeben werden. Durch die Hilfe ehren- amtlicher Mitarbeiter kann der umfangreiche Fundus vom 01. Mai bis 03. Oktober (oder nach Vereinbarung) den Gößnitzern und seinen Gästen zugänglich gemacht werden.

Nach der Eröffnung des neuen Schulzentrum in der Waldenburger Straße im Jahr 1996 standen im Zentrum der Stadt auf dem Freiheitsplatz drei Gebäude leer und suchten neue Nutzer.

Das ehemalige Schulgebäude der „Großen Schule“ wurde zu einem Wohnhaus, mit 12 Wohnungen, umgebaut.

Die sog. Kleine Schule wurde neuen Nutzern zugeführt. Bereits seit 1996 zog im linken Teil des Erdgeschosses die Stadtbibliothek ein. Nach weiteren Umbauarbeiten ist schließlich aus dem Gebäude das KulturCentrum Gößnitz entstanden. 
Im Erdgeschoss rechts wurde aus zwei ehemaligen Klassenräumen ein kleiner Saal mit ca. 100 Sitzplätzen für Konzerte und andere Veranstaltungen geschaffen. Im 1. Obergeschoss können verschiedene Vereine vier Räume für ihre Zwecke nutzen. Die Räume im Dachgeschoss wurden der Johann - Friedrich - Agricola - Musikschule, Außenstelle Gößnitz, übergeben. Damit konnten für die Schüler und Lehrer der Musikschule optimale Unterrichtsbedingungen geschaffen werden.

Im Jahr 1999 wurde durch das Straßenbauamt Ostthüringen die Straßenbrücke über die Pleiße erneuert.

Die ehemalige Turnhalle wurde 2000/2001 in eine Stadthalle umgebaut und im November 2001 feierlich übergeben. Die Halle erhielt den Namen "Stadthalle – Friedrich Ludwig Jahn" und kann jetzt für größere Veranstaltungen und für Privatfeiern genutzt werden.
Der einzige Saal der Stadt im Deutschen Haus kann nicht mehr genutzt werden.

Neben vielen anderen Städten wurde auch Gößnitz im Jahre 2002 von der Jahr-hundertflut heimgesucht.
Nach dem August- Hochwasser 2002 wurde auf der Grundlage einer 2D-Modelierung in der Jahren 2004 bis 2007 mehrere Hochwasserschutz-maßnahmen entlang der Pleiße  (Gewässer I. Ordnung) und dem Moorbach und Meerchen (Gewässer II. Ordnung) umgesetzt. Unter Anderem die Hochwasser-schutzmauer und Damm- ertüchtigungen entlang der Pleiße, die Renaturierung des Wehres sowie der Neubau verschiedener Brückenbauwerke über die Pleiße und des Moorbaches sowie einer Stützmauer am Meerchen.

2002 wurden der Recyclinghof und der der Bauhof vom Freiheitsplatz in die
Max-Jehn-Straße 17a ausgelagert.

2003
Bau einer zentralen Kläranlage für die Stadt Gößnitz. Damit kann das Entwässerungskonzept der Stadt Gößnitz umgesetzt werden. Beginn der Arbeiten am Kanalnetz durch den Zweckverband. In diesem Zusammenhang werden verschiedene Straßenzüge in der Stadt mit grundhaft ausgebaut.

Im März 2003 wurde mit der Um- und Neugestaltung des Freiheitsplatzes und dessen Umfelds begonnen. Hinter dem KulturCentrum (ehemals Kleine Schule) sind kostenlose Parkplatzflächen entstanden. Der Freiheitsplatz ist so umgestaltet worden, dass keine Fahrzeuge mehr den Platz befahren müssen. Die Platzmitte bildet der neu errichtete Brunnen mit entsprechenden Sitzmöglichkeiten und Bäumen.

Am 28. August 2003 um 10:00 Uhr wurde der neue Freiheitsplatz feierlich übergeben.

Vom 01. - 07. September 2003 feierte die Stadt Gößnitz ihren Geburtstag. 750 Jahre waren seit der ersten urkundlichen Erwähnung vergangen (285 Jahre Stadtrecht). Der neu gestaltete Platz wurde mit einbezogen.

2004 - 2006
Im Rahmen des Programmes Stadtumbau Ost/Rückbau konnten mehrere Häuser abgerissen werden, die seit Jahren leer standen und an denen keine anderweitigen Verwendungen mehr bestanden: Gartenweg 3a, Karl-Liebknecht-Straße 4 Ecke August-Bebel-Straße 25, Wohnhaus in der August – Bebel - Straße 25 (2004), Zwickauer Straße 9, Alexander-Puschkin-Straße 2, August-Bebel-Straße 1 (2005), Bahnhofstraße 28/30, Altenburger Straße 13, August-Bebel-Straße 17a (2006).

Im Jahr 2004  wurde mit der Umgestaltung des Neumarktes in drei Bauabschnitten begonnen. Das legendäre "Deutsche Haus" (Baujahr 1860) als Gastwirtschaft mit Tanzsaal errichtet war bis 1991 in Betrieb. Seitdem wechselten mehrere Besitzer mit unterschiedlichen Konzepten, die nicht umsetzbar waren. Letztendlich kaufte die Stadt das zwischenzeitlich verfallene Gebäude um es abzureißen. Es entstanden Parkplätze und innerstädtische Grünflächen. 5 Fleischer der Stadt spendeten eine Platane, die am ehemaligen Hintereingang des Deutschen Hauses gepflanzt wurde.

2005 wurden der Bauabschnitt II, mit der Umbau- und Neugestaltung vom Neumarkt sowie der Braugasse, realisiert.

Im Jahr 2006 folgte der III. und somit letzte Bauabschnitt zur Umgestaltung des Neumarktes. Nachdem das Wohnhaus August-Bebel-Straße 1 abgerissen wurde, erfolgte die Umgestaltung mit Frei- und Grünflächen sowie zusätzlich  8 Stellflächen für PKW.

Im November 2007 konnte nach 8-monatiger Bauzeit der Freiwilligen Feuerwehr Gößnitz eine sanierte Fahrzeughalle für 4 Stellplätze übergeben werden, welche den gesetzlichen Forderungen an einen geregelten Dienstablauf im Zuge der Daseinsvorsorge im Brand- und Katastrophenschutz gerecht wird.

In den Jahren 2007 - 2009 wurde nach erfolgten Kanal- und Trinkwasserleitungsbau in den Bereichen der August-Bebel-Straße, Karl-Liebknecht-Straße, Goethe Straße, Querstraße, Rathenaustraße und Dr.-Wilhelm-Külz-Platz mit der Umgestaltung der Straßen- und Gehwegbereiche begonnen. Bei der Gestaltung der Straßenrandflächen wurde das Wohnumfeld berücksichtigt. Die Straßenbreite ermöglichte den Bau von Parkflächen die von Grünflächen umgeben sind.

Im Bereich der Ladestraße am Bahnhof wurden 2007 verschiedene ungenutzte Gebäude abgebrochen u. a. der Güterschuppen und der Wasserturm mit den dazugehörigen technischen Einrichtungen.

Im Jahr 2008 begannen die intensivierten Vorbereitungen zum Neubau der Straßenüberführung über die Anlagen der DB AG (Bahnbrücke). Bereits nach 1999 sollte das Bauwerk fertiggestellt sein, im Anschluss an die Straßenbrücke über die Pleiße (Bahnhofstraße). 
Die 1904 errichtete Brücke, eine Fachwerk-Stahl-Konstruktion mit ca. 62.000 Nieten, war seit Jahren in der Tragfähigkeit auf 3,0 t eingeschränkt. Mit einem provisorischen Fußgängerüberweg über die Bahnanlagen wurde Baufreiheit für den Abbruch der alten und Neubau der neuen Brücke geschaffen.
Die Randbereiche um die Bahnhofstraße, Walter-Rabold-Straße und Alexander-Puschkin-Straße sind in diesem Zusammenhang städtebaulich neu gestaltet worden, nachdem der unterirdische Bauraum durch Neuverlegung der Ver- und Entsorgungsleitungen in Ordnung gebracht war. Am 28.06.2010 erfolgte die offizielle Verkehrsfreigabe der "Neuen Bahnbrücke".

30.06.2008
Übergabe des Zuwendungsbescheides durch den Minister für Wirtschaft, Technologie und Arbeit zur Erschließung des Industrieverbundstandort Schmölln-Gößnitz.

2008 - 2009
Sanierung der Ufermauer in der Meerchengasse

2008 - 2010
Neubau der Straßenüberführung über die Anlagen der DB AG, Schmöllner Straße (L 1358)

2009 – derzeit laufende Maßnahme
Die kommunale Zusammenarbeit der Städte Schmölln und Gößnitz im Rahmen der regionalen Entwicklungskonzeption wird durch die Erschließung des Industrieverbundstandortes Schmölln – Gößnitz auf den Gemarkungen Nitzschka (Schmölln) und Nörditz (Gößnitz) gestärkt. 2009 Beginn der Erschließung in Nörditz, 2010 Beginn der Erschließung in Nitzschka, 2011 Abschluss der Arbeiten

2009
Mit dem Konjunkturprogramm II wurden der Stadt Gößnitz Bundesmittel in Höhe von 199.044,00 EUR zur Verfügung gestellt. Dabei entfallen auf den Bereich Infrastruktur 105.280,00 EUR und auf den Bereich Bildung 93.764,00 EUR.

Der Antrag auf Gewährung einer Finanzhilfe nach dem Zukunftsinvestitionsgesetz wurde von der Stadt Gößnitz am 02.04.2009 beim Landratsamt Altenburger Land gestellt.

Dabei wurden folgende Vorhaben im Bereich Infrastruktur begonnen und umgesetzt:
- Dachdeckung und Fensterbau im KulturCentrum Gößnitz

Im Bereich Bildung wurden folgende Vorhaben begonnen und umgesetzt:
- Kindergarten „Knirpsenland“ Einbau eines Windfanges
- AWO Kindergarten „Burattino“ Trockenlegung und Dacherneuerung
- Evangelischer Kindergarten Sanierung der Stützmauern und des Gebäudes.

2009 derzeit laufende Maßnahme
Erschließung des Industrieverbundstandortes Schmölln-Gößnitz im Rahmen der kommunalen Zusammenarbeit der Städte Schmölln und Gößnitz

2009 derzeit laufende Maßnahme
Ausbau der Bundesstraße B 93, „Ortsumgehung Gößnitz“ und „Ortsumgehung Löhmigen“, mit einer Gesamtlänge von 7,30 km, mit 8 Brückenbauwerken und sonstigen technischen Bauwerken. Mit dem Neubau der Ortsumgehung werden der Verkehrsfluss auf der B 93 und die Erreichbarkeit der angrenzenden Regionen erhöht.

Frühjahr 2009 – Herbst 2010
Beginn von archäologischen Grabungen in der neuen Trasse der B 93 unter Leitung des Thüringer Landesamtes für Archäologische Denkmalpflege. Oberhalb der Meerchentalbrücke stießen die Archäologen auf isolierte Gruben, auf Pfostengruben und Gruben, die vermutlich der Vorratshaltung dienten. Weitere Funde kamen im November 2009 zu Tage, die auf eine frühe Besiedelung unserer Gegend in der späten Bronzezeit/frühe Eisenzeit (700 bis 1000 v.u.Z.) hindeuteten.
Im Bereich Löhmigen wurden nordöstlich der Ortschaft gegraben. Scherbenfunde sind sowohl in das 12. Jahrhundert als auch in das Spätmittelalter zu datieren. Im Bereich der Trasse konnten Öfen, Grabenanlagen, Vorratsgruben und Pfostenverfärbungen dokumentiert werden.

09.September 2009
Unter reger Beteiligung von Politikern und Bürgern wurde offiziell der erste Spatenstich an der OU B 93 n vollzogen. Rund 30,8 Millionen Euro werden für den Neubau der Trasse veranschlagt.
2009 Beginn der Arbeiten an der 402 m langen Meerchentalbrücke

Das Empfangsgebäude des Gößnitzer Bahnhofs befindet sich bis Anfang 2011 im Komplettabbruch, nachdem bereits im Jahr 2007 ein Gebäudeteilstück (ehemals Mitropa, Wohnungen) abgebrochen wurden. Dank eines privaten Interessenten, wird das Empfangsgebäude per Hand abgebrochen. Alle Sandsteinteile werden sortiert und nummeriert und sollen in Norddeutschland zu einen großzügigen Wohnhaus wieder zusammengefügt werden. Damit bleibt ein Teil der "Bahnhofskultur", mit einer anderen Nutzung, erhalten.

2010
Arbeiten an der freien Strecke, Bau notwendiger Regenklärbecken und Regenrückhaltebecken, 
Arbeiten an verschiedenen Brückenbauwerken: im Gänsegrund, der Naundorfer Straße, am Tannicht und im Lumpzigbachtal (L 2466; K 513)

2010 - 2011
Komplettabbruch der Restteile des Empfangsgebäudes des Bahnhofes (siehe auch 30. August 1893)

Februar 2011
Beginn von Abbruch- und Rodungsarbeiten am ehemaligen Umspannwerk in der Zwickauer Straße, für die Errichtung einer Photovoltaikanlage

Juli - November 2011
Sanierung der Straßenüberführung am km 8,9 der Strecke Glauchau-Schönbörnchen - Gößnitz in der Ortslage Hainichen

März - Dezember 2011
Erneuerung der Bahnstrecke Glauchau - Schönbörnchen - Gößnitz. Dieser Streckenabschnitt gehört zum Projekt " Mitte-Deutschland-Verbindung" Paderborn - Chemnitz

Kontakt

Stadtverwaltung Gößnitz
Freiheitsplatz 1
04639 Gößnitz
Telefon: 034493 / 700
Telefax: 034493 / 21473